| „Banken, Brot und
Bomben“
Drittes Buch von Stefan Erdmann
erschienen
Hagenburg (jan). Vor wenigen Tagen
erschien der zweite Band des Buches „Banken, Brot und Bomben“
des Hagenburgers Stefan Erdmann. Schon mit seinem
Erstlingswerk „Den Göttern auf der Spur“ machte er sich
einen Namen. Mit dem Erscheinen des vorliegenden Bandes
schlägt er einen Bogen von Politik und Wirtschaftsmacht im
20. Jahrhundert bis zu Ausblicken auf das, was in den
nächsten Jahrzehnten zu erwarten ist. Berichte über
Netzwerke von Freimaurerlogen und Energielobbyisten,
Hochfinanz und Medienmogule bis zu den Hintergründen des
Anschlags auf das World Trade Center und die amerikanische
Nahost-Politik werden in dem Buch behandelt.
Im Gespräch mit dem Autor fragte der
Stadtanzeiger nach Inhalten, Hintergründen und
Schlussfolgerungen.
Stadtanzeiger: In dem zweiten
Band Ihres Werkes „Banken, Brot und Bomben“ warnen Sie vor
einem drohenden 3. Weltkrieg, der in absehbarer Zeit
bevorstünde. Wer sollte, Ihrer Meinung nach, ein Interesse
daran haben, einen solchen Krieg – gerade im Hinblick auf
die mittlerweile vorhandenen Waffensysteme – auszulösen und
welche Teile der Erde wären davon betroffen?
Erdmann: Zunächst einmal möchte
ich vorwegschicken, dass ein möglicher 3. Weltkrieg ein ganz
anderes Gesicht zeigen wird als die zurückliegenden ersten
Weltkriege. Bei einem möglichen 3. Weltkrieg wird es sich
wohl eher um einen lang anhaltenden Flächenbrand handeln, der
sich über einen Zeitraum von vielen Jahren hinziehen kann und
möglicherweise im Mittleren und Nahen Osten seinen Anfang
nehmen wird. Es geht vielmehr um die Frage, ob die drei
Weltkriege von langer Hand geplant waren, wie das unter
anderem aus alten Aufzeichnungen hervorgeht. In diesem
Zusammenhang beleuchte ich im zweiten Band unter anderem die
Hintergrundpolitik der Russischen Revolution, des 1. und 2.
Weltkrieges und vor allem die juristische Situation der
Bundesrepublik – die den wenigsten Bundesbürgern heute
bekannt ist - nach dem zweiten Weltkrieg. Ist die BRD heute
wirklich souverän, oder liegt der zum Teil unerklärlichen
deutschen Politik eine übernationale Fremdbestimmung zu
Grunde? Besonders Europa spielt in diesem „globalen
Schachspiel“ eine entscheidende Rolle. Die Frage, die sich
stellt, ist die, ob ein vereintes, starkes Europa überhaupt
gewollt ist, oder ob die übernationale Politik ein ganz
anderes Europa anstrebt? Vergessen wir dabei nicht, dass
Deutschland dabei eine zentrale Rolle spielt! Betrachtet man
den Rüstungswahn der Großmächte, allen voran den der USA,
braucht man kein Prophet zu sein, um zu erkennen, was die
politische Zukunft bringen wird. Das Ergebnis der gezielten
Aufrüstungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg führte dazu,
dass Europa zu einem atomaren Pulverfass wurde, das trotz
aller Abrüstungsfloskeln der letzten Jahrzehnte immer noch
eine unvorstellbare Bedrohung für Millionen von Menschen
darstellt. Hat die übernationale Politik dadurch gezielt die
Grundlagen geschaffen, dass ein Dritter Weltkrieg und ein „Hauptschlachtfeld“
Europa sein wird? Wer hat denn zum Beispiel Russland nach dem
2. Weltkrieg wirklich aufgerüstet? Der
US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger hat einmal gesagt:
„Das Schlachtfeld des nächsten konventionellen Krieges wird
Europa sein und nicht die Vereinigten Staaten.“ In diesem
Zusammenhang erhalten auch die verschiedenen Prophezeiungen
über einen 3. Weltkrieg und den Einsatz von atomaren und
chemischen Waffen einen sehr realistischen Bezug.
Unzweifelhaft geht aus den Schauungen hervor, dass eines der
Schlachtfelder im 3. Weltkrieg Europa sein wird – mit
unvorstellbaren und kaum absehbaren Folgen!
Stadtanzeiger: Im Schlusswort
Ihres Buches bezeichnen Sie diesen Krieg als eine Art „Reinigung“,
einen „Neuanfang politischer, gesellschaftlicher und vor
allem auch religiöser Strukturen“. Wie dürfen wir das
verstehen?
Erdmann: Es wird kein Ende der
Welt bedeuten, so wie es viele Weltuntergangspropheten
predigen, um den Menschen Angst einzuflößen. Man könnte
diese Zeit wohl eher als eine Art Übergangsstadium - einen
zyklischen Wendepunkt - bezeichnen, den es in vergangenen
Zeitaltern immer wieder gegeben hat und der, hinsichtlich der
gegenwärtigen Situation auf unserem Planeten, das Ergebnis
gezielter Machtpolitik elitärer Gruppen und Organisationen
ist, die durch ihre hegemoniale Politik der Welt ein neues
Gesicht – eine Neue Weltordnung – verleihen möchten. Wenn
dieses Ziel überhaupt erreicht werden sollte, so kann man
sicher sein, dass dies nur von kurzer Dauer sein wird und das
ihr Scheitern vorbestimmt ist. Das wiederum würde automatisch
zu veränderten politischen, gesellschaftlichen und
religiösen Strukturen führen.
Stadtanzeiger: Sie bezeichnen die
Medien als vierte Macht im Staat. Von politischen Machthabern
würden sie instrumentalisiert, um die Welt ins Chaos zu
stürzen. Das Ergebnis daraus sei „eine Gesellschaft von
überaus gutfunktionierenden und weltanschaulichen Dummköpfen“.
Gehen Sie da nicht ein wenig hart mit uns ins Gericht?
Erdmann: Nein, keineswegs! Die
Möglichkeit der Manipulation der Massenmedien hat unabsehbare
Folgen für den heutigen Menschen. Der amerikanische Autor Des
Griffin hat dazu einmal bemerkt: „Wie ändert man die Ideale
einer Nation? Nun, man braucht lediglich zu verändern, was in
Schulen, Colleges und Universitäten, in Kirchen und
Massenmedien gelehrt wird.“ Besonders nach dem Ende des
Zweiten Weltkrieges fand eine gezielte Umerziehung durch die
Macht und den gezielten Einfluss der Medien statt. Die
Möglichkeit der politischen und gesellschaftlichen
Einflussnahme von Fernsehen, Rundfunk, Film und Presse hat
heute unvorstellbare Ausmaße erreicht. Wer an den
Schalthebeln dieser Medienmacht sitzt, bestimmt die Inhalte,
also das, was wir die „öffentliche Meinung“ nennen. Ist
die „öffentliche Meinung“ also nur die von den Medien
veröffentlichte Meinung, die von den Massenmedien erst
erzeugt wird? Viel mehr noch betrifft das auch die
geschichtliche und historische Vergangenheit und letztlich die
Voraussetzungen, die sich daraus für die geschichtliche
Gegenwart ergeben. Warum sind selbständiges Denken und
Bildung gar nicht mehr gewünscht? Wenn Studien heute zum
Beispiel den Bildungsnotstand von Schülern offen legen, dann
vergessen sie dabei, dass unsere Kinder das letzte Glied in
einer langen Kette von Missständen sind! Fest steht, dass
durch Zeitungen, Nachrichtenmagazine, Rundfunk und Fernsehen
nicht nur informiert wird, sondern auch gezielt programmiert
wird. Warum werden lieber Milliarden in die Rüstung statt in
die Bildung einer Nation investiert? Der Plan, eine Neue
Weltordnung zu installieren, wird mit allem Nachdruck
vorangetrieben und ist bereits zu weiten Teilen umgesetzt.
Dazu ist die totale Kontrolle und Überwachung der Massen
erforderlich und das ist mit den heutigen Mitteln leichter
möglich, als jemals zuvor.
Stadtanzeiger: Unter Zuhilfenahme
von Mikrowellen, TV-Hypnose und anderer Mittel sollen die
Mächtigen dieser Welt in der Lage sein, unsichtbare
Einflussnahme auf das Bewusstsein des Menschen zu nehmen.
Nicht nur gezielt auf Einzelne, sondern sogar auf ganze
Länder. Glücksgefühle, Depressionen, bestimmte
Verhaltensmuster sollen den Menschen so eingeimpft werden
können. Eine Welt, die Orwells „1984“ nicht unähnlich
ist. Wenn das möglich ist, weshalb sollten wir uns dann nicht
gleich in unser Schicksal fügen.
Erdmann: Die größte Gefahr, der
die Menschheit heute gegenübersteht, sind zweifellos –
neben der Bedrohung durch atomare, biologische und chemische
Waffen – die vielschichtigen Möglichkeiten der unsichtbaren
Einflussnahme auf das Bewusstsein des Menschen. Mind Control
ist Gegenwart! Die Auswirkungen sind kaum absehbar. Die
Möglichkeiten, die sich dadurch für die Mächtigen dieser
Erde, für Regierungen, Militär und Geheimdienste ergeben,
sind kaum vorstellbar – manch einer mag es für Science
Fiction halten, es ist aber die knallharte Realität, der die
Menschen heute größtenteils ausgeliefert sind! Und es steht
wohl außer Frage, dass viele neue Techniken durch
Geheimdienst und Militär in Kriegseinsätzen, aber auch im
Zivilleben, bereits zum Einsatz kommen. Dazu kommt, dass
unsichtbare Kriegsführung, zum Beispiel einer Regierung, wohl
kaum mehr gegenüber der Bevölkerung gerechtfertigt werden
muss, schließlich weiß das Volk ja gar nicht, was
beispielsweise ein Projekt wie HAARP alles imstande ist zu
bewirken. Man sollte sich aber auch darüber im klaren sein,
dass die technischen Möglichkeiten, die heute zur Verfügung
stehen, nahezu eine totale Kontrolle über ganze Nationen
bewirken können, und genau das scheint ja beabsichtigt zu
sein. Die schöne neue Welt ist kein Zukunftsszenario einer
weit entfernten Gesellschaft, wie es uns
Science-Fiction-Autoren wie Huxley, H. G. Wells, Brzezinski
oder George Orwell dargestellt haben, sie ist bereits
größtenteils zur Realität geworden. Beleuchtet man in
diesem Zusammenhang auch noch die politischen Hintergründe
dieser Autoren, wird deutlich, dass ihr Gedankengut oder ihre
Zukunftsschau, wie man es wohl besser ausdrücken sollte,
nicht einfach auf visionären Gedanken basierte. Es ist wohl
eher anzunehmen, dass durch genannte Personen ein bereits
vorhandener und in seinen Anfangsstadien befindlicher
politischer Prozess – in den sie eingeweiht waren - einfach
weitergesponnen und in Science-Fiction-Version offengelegt
wurde. Wie menschenverachtend beispielsweise Huntingtons
Thesen auch sein mögen, seit den Anschlägen vom 11.
September und den daraus resultierenden Folgen (zum Beispiel
Afghanistan-Krieg, Irak-Krieg) ist wohl kaum noch daran zu
zweifeln, dass es sich bei seinen Thesen aller
Wahrscheinlichkeit nach um die theoretischen Grundlagen für
einen Kampf (oder Krieg) der Kulturen handelt, der spätestens
mit den Anschlägen in New York seinen inoffiziellen Anfang
nahm. Das Lügengerüst im Zusammenhang mit den Anschlägen
von New York und den daraus resultierenden Kriegen in
Afghanistan und im Irak wankt immer mehr und lässt vermuten,
dass diese Kriege nur der Anfang eines Flächenbrandes sein
werden – mit weitreichenden Folgen! Ob sich das
offensichtliche Ziel, eine Neue Weltordnung zu installieren
(mit der Vormachtstellung der USA), allerdings durch derartige
Pläne verwirklichen lässt, ist sehr zu bezweifeln. Was hier
offensichtlich geplant ist, gleicht einem „Kreuzzug“ gegen
den Rest der Welt, was gleichzeitig einen 3. Weltkrieg
bedeuten könnte! Diese Personen sind nicht nur von ihrem
menschenverachtenden Handeln überzeugt, sie sind auch davon
überzeugt, dass eine Neue Weltordnung vonnöten sei und dass
sie kommen wird, koste es, was es wolle.
Stadtanzeiger: Ihre Bücher sind
hochbrisant - gibt es erste Reaktionen?
Erdmann: Ja, die gibt es.
Größtenteils sind die Reaktionen – viele in Form von
Leserbriefen – sehr positiv und anerkennend. Besonders im
ersten Band habe ich ja Thesen aufgestellt, mit denen sich zum
Beispiel die verschiedenen religiösen Lager nicht gern
auseinandersetzen. Auch der zweite Band ist politisch durchweg
höchst brisant. Natürlich gibt es auch weniger schöne
Reaktionen, über die ich mich hier lieber nicht äußern
möchte - Kritik und Gegenthesen sollten immer sachlich und
wissenschaftlich sein, denn ich erhebe ja keine
Absolutheitsansprüche, mit dem was ich schreibe. Die neuen
Bücher finden schon aufgrund ihrer Brisanz großen Zuspruch
und werden bereits in die arabische Sprache übersetzt. Auch
zwei andere ausländische Verlage haben bereits Interesse
gezeigt, die Bücher zu übersetzen.
Stadtanzeiger: Herr Erdmann,
innerhalb von vier Jahren haben Sie drei Bücher geschrieben.
Außer Ihrem Zweiteiler „Banken, Brot und Bomben“ erschien
noch Ihr Erstlingswerk „Den Göttern auf der Spur“.
Dürfen wir ein weiteres Buch erwarten?
Erdmann: Ja, ganz bestimmt! Es
gibt verschiedene Überlegungen. Ob und wie weit ich mich
allerdings politisch in einem neuen Buch äußern werde, kann
ich gegenwärtig noch nicht sagen. Derzeit arbeite ich nur an
dem einen oder anderen Artikel, den ich für Fachzeitschriften
schreibe und auch auf meiner Homepage www.erdmann-forschung.de
veröffentlichen werde. Durch meine intensive
Autorentätigkeit in den letzten Jahren sind leider viele
Forschungsaufgaben im Ausland viel zu kurz gekommen, da habe
ich großen Nachholbedarf. Ungeachtet dessen arbeite ich seit
einiger Zeit an einem Roman, der in der Zukunft spielt. Dabei
geht es um einen jungen Mann, der sich, angeregt durch die
Tagebücher seines Vaters, auf die Suche nach diesem macht.
Seine Wanderjahre beginnen im Jahre 2018 und dauern mehr als
20 Jahre. Sie führen ihn über Südeuropa nach Afrika, in den
vorderen Orient und schließlich in den Himalaja. Erscheinen
wird dieses Buch aber nicht vor 2006.
Stadtanzeiger: Wir danken Ihnen
für dieses informative, ausführliche Interview.
Beide Bände des Buches „Banken, Brot
und Bomben“ von Stefan Erdmann sind im Ama Deus
Verlag zum Preis von jeweils 19,70 Euro
erschienen. Band 1: ISBN 3-9807106-1-0, Band 2: ISBN
3-9807106-0-2. |